Am 12.03.2024 wurde mit der Gründung der Bildungs- und Kulturwerkstatt Klosterort Ursberg gGmbH (BuKK) ein bedeutender Meilenstein für die kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung der Region gesetzt. Die gemeinnützige Gesellschaft verfolgt das Ziel, Kunst, Kultur, Bildung, Demokratie sowie das bürgerschaftliche Engagement in Ursberg und darüber hinaus zu stärken.
Gesellschafter der BuKK sind die DRW-Dienstleistungs GmbH, die St. Josefskongregation Ursberg, der Landkreis Günzburg und die Gemeinde Ursberg. Die Geschäftsführung übernehmen Dr. Julia Winterstein und Josef Liebl.
Die Gesellschaft verfolgt ein breites Spektrum an gemeinnützigen Zwecken. Dazu zählen unter anderem die Förderung von Kunst und Kultur, der Heimatpflege, Wissenschaft und Forschung, der politischen Bildung sowie der Einsatz für ein inklusives, demokratisches Miteinander.
Ein zentrales Projekt ist die Durchführung der Bayerischen Landesausstellung 2027, die unter dem Titel „Schwesterherz! Frauen retten Bayern“ in Ursberg stattfinden wird. Im Rahmen dieser Ausstellung wird der Fokus besonders auf die Geschichte und Zukunft der Behindertenhilfe sowie auf die Rolle des Klosterstandorts Ursberg gelegt. Ziel ist es, im Nachgang derLandesausstellung mit einer neuen Dauerausstellung eine nachhaltige kulturelle Einrichtung zu schaffen.
Darüber hinaus plant die BuKK vielfältige Angebote zur Demokratiebildung, insbesondere zur Auseinandersetzung mit der Geschichte der NS-„Euthanasie“ und zur Sensibilisierung für die Bedeutung sozialer Berufe. Auch die Förderung von Forschung, beispielsweise durch Kooperationen mit Hochschulen, und die Einbindung ehrenamtlichen Engagements sind zentrale Aufgaben.
Die Bildungs- und Kulturwerkstatt versteht sich als inklusiver, offener Ort des Dialogs und des gemeinsamen Lernens – generationenübergreifend und barrierefrei. Mit ihrer Gründung wird ein starkes Zeichen gesetzt: für Erinnerung, Teilhabe und Zukunftsgestaltung im ländlichen Raum.