Schwesterherz! Frauen retten Bayern

Von Mai bis November 2027 in Ursberg! Erlebe 200 Jahre gelebte Fürsorge, spannende Geschichte über bayerische Heldinnen und entdecke den einzigartigen „Fürsorge-Kosmos Ursberg“. Die Ausstellung ist nachhaltig, inklusiv und für alle!

 

© Foto: Haus der Bayerischen Geschichte | Astrid Schmidhuber

Schwesterherz! Frauen retten Bayern

Von Mai bis November 2027 in Ursberg! Erlebe 200 Jahre gelebte Fürsorge, spannende Geschichte über bayerische Heldinnen und entdecke den einzigartigen „Fürsorge-Kosmos Ursberg“. Die Ausstellung ist nachhaltig, inklusiv und für alle!

 

© Foto: Haus der Bayerischen Geschichte | Astrid Schmidhuber

Was ist eine bayerische Landesausstellung?

“Mit den Bayerischen Landesausstellungen hat das Haus der Bayerischen Geschichte eine erfolgreiche Ausstellungsreihe etabliert. An historischen Schauplätzen zeigt das Haus im jährlichen Wechsel spannende Themen der bayerischen Geschichte und ist somit in allen Regierungsbezirken Bayerns unterwegs. Historisch fundiert, modern inszeniert und multimedial und interaktiv aufbereitet: Die Landesausstellungen begeistern ihre Besucher für bayerische Geschichte.” 

© Haus der bayerischen Geschichte 

Um was geht es bei "Schwesterherz! Frauen retten Bayern"?

Frauen leisteten in Notsituationen der Geschichte immer wieder Großes – als Hände, Köpfe und Herzen der Hilfe. Davon erzählt das Haus der Bayerischen Geschichte zusammen mit der Bildungs- und Kulturwerkstatt Klosterort Ursberg gGmbH in der Bayerischen Landesausstellung 2027. Erleben Sie Momente, in denen Frauen im Laufe der letzten zweihundert Jahre die Initiative ergriffen haben, um Bayern zu retten! 

Ein gebeuteltes Land 

Anfang des 19. Jahrhunderts ist Bayern ein gebeuteltes Land: Die Napoleonischen Kriege verlangen der Bevölkerung viel ab, Grenzen verschieben sich, der Staat hebt die Klöster auf und verleibt sich ihren Besitz ein. Dadurch brechen wichtige soziale Netzwerke der Hilfe weg. Und dann verfinstert sich auch noch der Himmel! Der Ausbruch des Vulkans Tambora im heutigen Indonesien wirkt bis nach Europa und führt 1816 zum „Jahr ohne Sommer“. Unwetter, Missernten und Inflation lassen die Bayerinnen und Bayern hungern. Frauen aus allen gesellschaftlichen Schichten springen in die Bresche: Zahllose anonyme Helferinnen sammeln Spenden oder geben in Suppenküchen Essen an die Ärmsten aus. 

Eintauchen in konkrete Schauplätze und Situationen 

Zahlreiche weitere Herausforderungen sollten in den nächsten 200 Jahren folgen. Tauchen Sie ein in konkrete Schauplätze und Situationen der Hilfe: Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert verschlimmert die Not vieler Menschen. In den Werkhallen der großen Fabriken erheben Arbeiterinnen wie Therese Studer ihre Stimme für ihre Standesgenossinnen. Ellen Ammann gründet die Bahnhofsmission, um Frauen eine sichere Anlaufstation zu bieten, die sich im gefährlichen Moloch der Städte ein besseres Leben erhoffen. Um 1900 befreien sich Künstlerinnen und Frauenrechtlerinnen buchstäblich aus dem Korsett ihrer Zeit und schreiben Emanzipationsgeschichte.

Begleiten Sie die Krankenschwester Paula Schlier bei ihrer schweren Arbeit in einem Lazarett des Ersten Weltkriegs, lernen Sie mutige Frauen kennen, die in der Zeit des Nationalsozialismus ihr Leben aufs Spiel setzen, um menschenverachtendes Unrecht zu dokumentieren und Widerstand zu leisten.

Der Kampf um Gleichberechtigung 

Bildung war stets ein wichtiges Mittel im Kampf der Frauen um Gleichberechtigung: Der Orden der Englischen Fräulein setzt sich bereits im 19. Jahrhundert für das Mädchenabitur ein und 1903 werden Frauen in Bayern erstmals zum Studium zugelassen. Bald können sich Ärztinnen ganz besonders um die medizinischen Belange von Frauen kümmern. Architektinnen, Bauunternehmerinnen und Journalistinnen unterstützen den äußeren wie moralischen Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Allerdings bleiben sie in einer von Männern dominierten Gesellschaft noch lange Zeit eher die Ausnahme. 

Ist Bayern gerettet? 

Der Bogen der Bayerischen Landesausstellung 2027 spannt sich bis in die Gegenwart: Auch wenn in den vergangenen 200 Jahren bereits viel auf dem Weg zu einer freien und gerechten Gesellschaft erreicht worden ist, bleibt noch einiges zu tun: Frauen protestieren für körperliche Selbstbestimmung, gerechte Bezahlung und einen gleichberechtigen Platz in der Gesellschaft. Heutige Retterinnen Bayerns berichten, warum sie helfen, wem sie helfen und wo sie sich selbst Hilfe wünschen würden. Auch wie es mit der Pflege weitergeht, ist ein Thema, das auf den Nägeln brennt.

© Haus der bayerischen Geschichte 

Was erwartet Sie noch?

Immersive Videoinstallation in St. Florian 

Als spektakuläre Attraktion präsentiert das Haus der Bayerischen Geschichte eine künstlerisch-mediale Lichtschau in der Kirche St. Florian, die Sie noch tiefer ins Thema eintauchen lässt. Die immersive Inszenierung ist kostenlos und kann auch unabhängig von der Ausstellung besucht werden. 

Fürsorgekosmos Ursberg 

Die Bayerische Landesausstellung 2027 findet an einem besonderen Ort der Hilfe statt: Im Dominikus-Ringeisen-Werk in Ursberg inmitten von Bayerisch-Schwaben. Erfahren Sie, mit welchen innovativen Ideen die Ursberger Schwestern bereits seit 1884 Menschen mit Behinderung unterstützen und begleiten. 

Inklusion wird großgeschrieben 

Der Ausstellungsbesuch in Ursberg wird für alle Gäste mit und ohne Behinderung zum Erlebnis. Dafür sorgen eine packende Gestaltung, zahlreiche Mitmachstationen, vielfältige inklusive Angebote, eine spannende mediale Aufbereitung und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

© Haus der bayerischen Geschichte